/Tarifvertrag lebensmittelindustrie rheinland pfalz

Dieser Tarifvertrag ist einzigartig in Norwegen, könnte aber auch außerhalb Norwegens Arbeitnehmer in der sogenannten Plattformwirtschaft inspirieren. Die Tatsache, dass diese Arbeitnehmer in der Lage waren, sich zu organisieren, zu verhandeln, zu streiken und endlich einen Tarifvertrag zu bekommen, ist ein Durchbruch für die Arbeitnehmer. Diese Kategorie von Arbeitnehmern ist schwer zu organisieren, da es viele Einwanderer, Studenten, Teilzeitbeschäftigte und große Turnarounds gibt. Die Tarifverträge im öffentlichen Dienst sehen vor, dass seit dem 1. Januar 2007 ein leistungsabhängiges VPS umgesetzt werden muss. Am Ende soll das Volumen der VPS 8% der Lohnsumme betragen. Die Antworten auf die WSI-Betriebsratsumfrage deuten jedoch darauf hin, dass rund 10 % aller Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten 2004/2005 die in einem Tarifvertrag festgelegten regulären Lohnstandards nicht einhielten. Darüber hinaus wurden in etwa 7 % der Betriebe nicht genehmigte Ausnahmeregelungen in Bezug auf jährliche Bonuszahlungen und für andere Prämien in weiteren 4 % ausgewiesen. Die Unternehmen im NACE-Abschnitt O (90, 91, 92, 93) weichen den Angaben zufolge am häufigsten ab (24 %).

Da Betriebsräte berechtigt sind, verbindliche Tarifstandards durchzusetzen, haben die Betriebsräte der betroffenen Unternehmen die Ausnahmeregelung offensichtlich stillschweigend akzeptiert. Daher deuten die oben vorgelegten Beweise darauf hin, dass die Höhe der variablen Vergütung zwischen den verschiedenen Gruppen von Arbeitnehmern sehr unterschiedlich ist. Diese Annahme steht im Einklang mit den Aussagen im Jahresbericht des WSI über Tarifverhandlungen (WSI-Tarifhandbuch 2007). DemBericht zufolge erhielten ungelernte und qualifizierte Arbeiter im Jahr 2005 deutlich geringere jährliche Zusatzzahlungen, die an Gewinnbeteiligungen und Boni (548 BZW. 1.131 EUR) gekoppelt waren, als es qualifizierte Angestellte (1.843)) und hochqualifizierte Fachkräfte (6.635 )€ waren. Repräsentative Daten über die Deckungsquote von Gewinnbeteiligungssystemen gibt es nur für den gesamten NACE-Abschnitt J; d. h. der Finanzintermediationssektor, zu dem auch die Versicherungswirtschaft gehört. Nach Angaben des IAB-Betriebspanels boten 26 % der Unternehmen im Jahr 2005 eine Gewinnbeteiligung an. Die Intensitätsrate im Bank- und Versicherungswesen (76%) deutlich höher als im verarbeitenden Gewerbe.

Tarifverträge sind rechtsverbindlich, solange sie den gesetzlichen Mindeststandards entsprechen.

By | 2020-08-05T12:39:23+00:00 August 5th, 2020|Uncategorized|
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